9/03/2016

Starke Volatilität dank EZB im EUR/USD voraus?


Der EUR/USD steht vor einer spannenden Handelswoche.

Nachdem der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag enttäuscht hat, lediglich 151.000 neue Stellen ex-Agrar geschaffen wurden, die Arbeitslosenquote bei 4,9% verharrte, die durchschnittlichen Stundenlöhne hingegen auf Monatssicht um lediglich 0,1% gegenüber 0,2% gestiegen sind, steht nun in der kommenden Woche die EZB-Sitzung auf der Agenda.

Wie in der Wochenanalyse für den DAX HIER herausgestellt, ist die Bandbreite der möglichen Maßnahmen der EZB relativ groß, umfasst eine Senkung des Leitzinses auf -0,1% und/oder auch die Aufhebung der Grenze von -0,40% bis zu welcher die EZB Anleihen im Zuge ihres QE-Programms kauft oder auch eine Verlängerung des QE-Programms deutlich über März 2017 hinaus.

Nun sind all diese Schritte langfristig Euro bearish, besonders gegenüber dem US-Dollar und einer eher restriktiv agierenden FED.

Tatsache scheint zu sein, dass, sollte die EZB sich am kommenden Donnerstag zu diesen Schritten durchringen, ein Rutsch des EUR/USD mindestens in den Bereich um 1,1050/1070 einzukalkulieren wäre, bei einem Bruch würde gar ein Lauf in Richtung der Post-BREXIT-Tiefs um 1,0900 USD denkbar.

Wem ein solcher Lauf vor dem Hintergrund der aktuell niedrigen Volatilität am Markt recht aggressiv erscheint, der sollte nicht vergessen, dass die Volatilität am Optionsmarkt derzeit auf den niedrigsten Ständen seit Anfang 2015 notiert oder anders: stärkere Volatilität dürfte den ein oder anderen Trader auf dem falschen Fuß erwischen.
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